Straßenfotografie II: Über Techniken und die Fähigkeit, sich selbst zu überraschen

Tim Lochmüller
Montag, April 17, 2017

Was macht gute Straßenfotografie aus? Ist es die Technik, die Herangehensweise oder die Location? Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur: Wenn mich eine Fotografie innerlich berührt, mir vielleicht auch eine Geschichte erzählt und mich dazu noch ästhetisch reizt – dann ist es gute Fotografie. Mit welcher Technik sie entstanden ist oder mit welcher Kamera ist mir dabei völlig egal. Ich arbeite mit dem Material, das mir zur Verfügung steht. Experimentiere und improvisiere dabei. Eines habe ich dabei gelernt: Zeit ist oft der entscheidende Faktor. Und: Man sollte immer bereit sein, sich selbst zu überraschen. [...]

Straßenfotografie I: Zwischen Sozialkritik und Strafrecht

Tim Lochmüller
Donnerstag, Januar 26, 2017

Ich liebe Straßenfotografie. Ich habe lange über den ersten Satz in diesem Beitrag nachgedacht, aber nichts leitet ihn so gut ein wie dieser Satz. Ich LIEBE Straßenfotografie. Warum? Weil ich nirgends sonst als Fotograf so authentische Bilder machen und dabei gleichzeitig eindrucksvoll Geschichten erzählen kann – mit Ausnahme der Kriegsfotografie, aber das ist eine andere Geschichte. Man könnte sogar das erst überhaupt entstandene Foto der Straßenfotografie zuordnen. Leider ist „Street Photography“ in Zeiten gestiegener Sensibilität bei den Persönlichkeitsrechten heutzutage eine vertrackte Angelegenheit. Auch technisch gibt es ein paar Dinge zu beachten. Auf beide Aspekte möchte ich ein wenig eingehen. In diesem Beitrag soll es zunächst um Recht und Moral gehen. [...]

Despoten und das Internet oder warum "unfrienden" auch keine Lösung ist

Tim Lochmüller
Donnerstag, Oktober 20, 2016

Despoten und Demagogen aller Länder haben ein Hobby, das sie vereint. Sie verbieten es Medien, frei über sie zu berichten – oder versuchen es zumindest. Wie jüngst Donald Trump, der Berichte in der New York Times bestrafen und verbieten lassen will, in denen mutmaßliche Opfer zu Wort kommen, die eigentlich nur das bezeugen, mit dem Trump selber vor Jahren während seiner „Lockerroom“-Fahrt mit Moderator Billy Bush geprahlt hat. Zuweilen wenden sich autoritäre Herrscher auch gegen das Internet, wie immer wieder in der Türkei, wo zeitweilig Twitter oder Youtube blockiert werden. Aber im Großen und Ganzen sind es die traditionellen Medien, die den Zorn der Tyrannen zu spüren bekommen – und das, obwohl sie ihre informelle „Gatekeeper“-Funktion eigentlich längst verloren haben. Warum also der Kampf gegen die freie Presse? [...]

The Holy Trinity: Kamera-Objektive und wie ich sie nutze

Tim Lochmüller
Samstag, Oktober 08, 2016

Gute Fotografie hat meistens wenig mit der verwendeten Kamera, aber viel mit dem Fotografen zu tun. Es gibt erfolgreiche Fotografen, die eine Kunst daraus gemacht haben, ihre Projekte mit Smartphones zu fotografieren. Andere nutzen zum Beispiel für Reportagen billige Snapshot-Kameras, haben dafür davon aber dann gleich mehrere dabei. So können sie unauffällig arbeiten, sozusagen im Touristen-Modus. Was zählt ist die Originalität des Ergebnisses. Verglichen damit, arbeite ich eher konventionell - mit ein oder zwei Nikon-Gehäusen und einer Reihe von Wechsel-Objektiven. Und über meine bevorzugten Linsen will ich hier etwas mehr schreiben. [...]

Wie Teamwork mit Freelancer-Tools besser funktioniert

Tim Lochmüller
Samstag, Mai 07, 2016

Für mich als Freelancer ist Effizienz wichtig. Vor allem im Interesse meiner Auftraggeber und deren Geldbeutel. Aber auch, um meine eigene „Work-Life-Balance“ einigermaßen im Gleichgewicht zu halten. Es geht darum schnell zu sein und dabei trotzdem die besten Ergebnisse zu erzielen. Gute Software und optimierte Arbeitsabläufe sind wichtig dafür. Das ist insbesondere bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen nicht immer ganz so der Fall. Überraschenderweise vor allem, wenn das Management eher modern ausgerichtet ist und den Mitarbeitern viel Eigenverantwortung überträgt. Denn genau das will organisiert sein. [...]

Prince Roger Nelson, das Internet und der Dualismus der Dinge

Tim Lochmüller
Montag, Mai 02, 2016

Es kommt mir fast wie ein Sakrileg vor: Ein überaus bedeutender Mensch stirbt schmerzlich überraschend und ich schreibe einen Blogartikel über ihn. Nein, ich will keine Klicks, weil zurzeit im Internet alles gelesen wird, wenn darin Prince vorkommt. Aber Kollegen schreiben über ihn und ein Aspekt hat mich mehr zum Nachdenken gebracht als üblich: Wie die Süddeutsche Zeitung (und auch ich, unmittelbar nach der Todesnachricht) feststellte (Warum Fans vergeblich nach Prince-Songs im Internet suchen), findet Prince‘ Werk im heute üblichen digitalen Umfeld (Youtube, Spotify etc.) wenig statt. Und das hat gute Gründe, die mehr transzendieren, als auf den ersten Blick deutlich wird. [...]

Wie ich (fast) papierlos arbeite

Tim Lochmüller
Dienstag, April 05, 2016

Die Idee vom papierlosen Büro schwirrt bereits seit Anbeginn des Computerzeitalters durch die Köpfe technikaffiner Kopfarbeiter. Doch dank der Einführung billiger Drucker sorgen die PCs und Macs seit jeher eher zu einer größeren Flut an Papier: " Zur Sicherheit" und "weil man besser daran arbeiten kann" (und manchmal auch, weil es rechtlich vorgeschrieben ist) wird ausgedruckt, was das Zeug hergibt : E-Mails, Word-Dokumente, PDFs, Tabellen etc. Trotzdem arbeite ich heute (fast) ohne Papier. Wie das geht? Das erzähle ich Euch gerne ...  [...]

Blog-Restart: Auf zu neuen Ufern

Tim Lochmüller
Freitag, April 01, 2016

Ich muss ein Geständnis ablegen: Ich bin gelernter Journalist und habe noch nie wirklich gebloggt. Für viele Kolleginnen und Kollegen bei meiner alten Tageszeitung, der Gießener Allgemeinen, mag das nicht wirklich außergewöhnlich klingen. Aber für einen freien Journalist, der ich jetzt, im April 2016, seit über 16 Jahre bin,  ist das kein gutes Zeichen - es sei denn, man ist Radio- oder Fernseh-Reporter. Da hätte ich auch keine Zeit. Ich jedenfalls nehme mir jetzt die Zeit und nenne das Projekt optimistisch "Media Weekly". [...]

Ist Journalismus eine private Angelegenheit?

Tim Lochmüller
Dienstag, Juli 23, 2013

2010 war ein für den Journalismus denkwürdiges Jahr. Erstmals in der Geschichte der wichtigsten US-amerikanischen Medien-Auszeichnung, des Pulitzer-Preises, gewann eine Online-Publikation die goldene Medaille: der Internet-Dienst ProPublica. Und zwar mit einem Artikel über die Arbeit in einem Krankenhaus in New Orleans nach dem Hurrikan Katrina. Ebenfalls bemerkenswert, insbesondere für deutsche und europäische Journalisten: ProPublica ist kein Medienunternehmen sondern eine Non-Profit-Redaktion, eine gemeinnützige Nachrichtenorganisation, vor sechs Jahren von einem Milliardärs-Ehepaar gegründet. [...]

Das klingt interessant für Sie, müssen Sich im Moment aber um andere Dinge kümmern?

Die digitale Welt verändert sich ständig. Ich halten Sie auf dem Laufenden, damit Sie die richtigen Entscheidungen treffen. Ich beschränke mich auf das Wichtige, versprochen! Falls nicht, können Sie sich jederzeit abmelden.

Ich berate Sie gerne persönlich.